Klisze Pamięci. Labirynty
Ośrodek rekolekcyjny

Ausstellung von Marian Kołodziej

ausstellung

Marian Kołodziej war ein ehemaliger KZ Auschwitz Häftling Nr. 432
Die Exposition ist eine künstlerische Vision der KZ Hölle und der Heldentat vom 
P. Maximilian M. Kolbe, der sein Leben für das eines Mithäftlings aufgeopfert hat.

MARIAN KOŁODZIEJ.
Geboren am 6. Dezember 1921 in Raszkow. Als der Krieg ausbrach, war er 
18 Jahre alt. Als junger Pfadfinder schloss er sich der Untergrundarmee an, um für ein freies Polen 
zu kämpfen. Gemeinsam mit seinem Freund Marian Kajdasz versuchte er mehrmals, die Grenze 
zu überschreiten, um zur polnischen Armee im Westen zu gelangen. Am 14. Mai 1940 wurde er in Krakau von der Gestapo verhaftet und ins Montelupich Gefängnis gesperrt, von wo man ihn ins Gefängnis 
in Tarnow brachte.

Am 14. Juni 1940 kam er mit dem ersten Häftlingstransport nach Auschwitz und erhielt die Nummer 432. 
Im Lager war er in verschiedenen Kommandos beschäftigt: Abbruchkommando, Kiesgrubenkommando, Straßenkommando, Industriehof II-Bauhof. Aus dem Wasserkommando wurde er erkrankt in das Außenlager Blechhammer versetzt, wo er heimlich Pläne der Waffenfabrik für die Widerstandsbewegung kopierte. Dafür wurde er zum Tode verurteilt, wieder ins Lager Auschwitz gebracht und in eine Zelle des Blocks Nr. 11 eingesperrt. In Auschwitz hat er bis Ende 1944 überlebt, bis er im Rahmen der Evakuierung nach Groß Rosen und dann nach Buchenwald verlegt wurde. Im Februar 1945 wurde er nach Mauthausen gebracht und am 6. Mai 1945 von der 3. US-Armee unter General Pattons befreit.

Nach der Rückkehr nach Polen begann er ein Studium an der Kunstakademie in Krakau an der Fakultät für Malerei, in der Werkstatt von Prof. Frycz. Er absolvierte das Studium 1955. Fachrichtung: Bühnenbildner. Er zog nach Danzig um, wo er im Theater „Wybrzeże”[„Ufer“] als Bühnenbildner arbeitete. Während der 40 Jahre seiner künstlerischen Arbeit an diesem Theater hat er, zusammen mit Hübner, Goliński, Kreczmar, Minc, Okopiński, Hebanowski und Babicki Bühnenbilder für viele Stücke entworfen. Bühnenbilder entwarf er auch für andere Theater in Polen. Er arbeitete u.a. mit Adam Hanuszkiewicz, Kazimierz Kutz und Stanisław Różewicz zusammen. Er entwarf Bühnenbilder für die Filme „Westerplatte“ und „Krzyż Walecznych“ „Tapferkeitskreuz“].
Er schuf die Papstaltäre: 1987 in Danzig und 1999 in Sopot. 1997 wurde er Ehrenbürger der Stadt Danzig.

1992 erlitt er einen Schlaganfall und war halbseitig gelähmt. Nach fast fünfzig Jahren Schweigens griff er auf die dramatischen Erinnerungen aus der Jugend zurück, auf die Zeit, die er in Konzentrationslagern verbrachte, und schuf den Zyklus „Klischees der Erinnerung. Labyrinthe“. Die ersten Arbeiten dieses Zyklus stellte er im April 1995 im Presbyterium der Dreifaltigkeitskirche in Danzig der Öffentlichkeit vor, und anschließend in Essen in Deutschland und im italienischen Bolzano. Seit Januar 1998 ist die Ausstellung „Klisze pamięci. Labirynty” im Kellergewölbe der Kirche der Unbefleckten Mutter Gottes in Harmęże 
bei Oświęcim/Auschwitz untergebracht.

Am 6. Februar 2006 nahm er am Sitz des Baltischen Kulturzentrums in Danzig aus der Hand 
des Staatssekretärs im Ministerium für Kultur und Nationales Erbe Jarosław Sellin die vom Minister Kazimierz Ujazdowski verliehene Goldmedaille für Verdienste um Kultur „Gloria Artis“ entgegen.

Im Alter von 88 Jahren starb er am 13. Oktober 2009 in einem Krankenhaus in Danzig. Am 23. Oktober wurde er im Kellergewölbe der Kirche der Franziskaner-Minoriten in Harmęże beigesetzt.

Wenn Sie eine Führung in der deutschen Sprache vereinbaren möchten,
melden Sie sich bitte bei P. Hieronim Jopek an:

Tel. 0049 1704913354     E-Mail: harmeze@franziskaner-minoriten.de

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